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Momlife,  Münchner Museumskindl

Die 5 besten Knöpfchen im Deutschen Museum in München

Die nette Stimme im Bus sagt die nächste Haltestelle an: „nächster Halt: Boschbrücke – Deutsches Museum“. Ein freudiges „Jaaaaa…!“ entfährt meinem kleinen Begleiter. Denn für Oskar bedeutet Museum Spaß. Er weiß, dass es ein Ort ist, an dem er seine Neugier ausleben darf und immer wieder neue Sachen entdecken kann. Zusammen haben wir jedoch eine große Mission… immer… ständig… wir sind auf der Suche nach dem besten Knöpfchen! Schon als Kind bin ich mit meinen Eltern durch die Ausstellungen gelaufen und habe mich über die Mitmachstationen gefreut. Die Effekte waren mal besser mal schlechter, aber bei den richtig richtig guten konnte man Stunden verbringen und hat sich noch lange an die Freude erinnert, die es gebracht hat, wenn man den Knopf nochmal drücken durfte. Und… was soll ich sagen… es geht mir noch heute so.

Nach einer besonders intensiven Recherche präsentieren Oskar und ich euch heute unsere Top 5 der besten Knöpfchen im Deutschen Museum in München.

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1: Hallo, Hallo? – Wie das Telefon funktioniert…

Über ein paar Stufen gelangt man von der Informatik- zur Telekommunikationsabteilung. Ein langer weißer Tisch steht gleich zu Anfang – auf ihm befinden sich drei rote Telefone. Eins am Anfang und zwei am Ende vom Tisch. Dazwischen findet sich eine optische Strecke, bestehend aus kleinen, in den Tisch eingelassenen Lämpchen, die die Telefone verbindet. Hebt man den Hörer von Apparat Nummer Eins jedoch ab, so leuchtet eine Teilstrecke zwischen den Telefonen auf. Die an der Rückwand angebrachte Wählapparatur klickt laut… im Hörer ist ein Leerzeichen zu hören. Gibt man die in der Anleitung angegebene Telefonnummer ein, beginnt der Apparat laut zu arbeiten. Das Wählen dauert ein bisschen, was optisch durch die kleinen Lämpchen signalisiert wird. Stück für Stück nähert sich der Anruf dem Empfänger-Telefon, bis endlich das erlösende Klingeln ertönt.

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2.Hoch hinaus mit dem Montgolfière

Ein Montgolfière? Was ist denn das? Ich weiß schon, weshalb sich im deutschsprachigen Raum der Name Heißluftballon durchgesetzt hat. Doch die Erfinder, die Gebrüder Montgolfier, waren so stolz auf ihre Schöpfung, dass sie ihn nach sich benennen mussten. Eine berühmte Postkarte von 1783 zeigt den Aufstieg des ersten Montgolfières. Eine interaktive Version dieses Vorbildes ist in der Luftfahrt-Abteilung des Deutschen Museums zu bestaunen. Durch das Drücken des Knöpchens hebt der historische Heißluftballon in die Höhe ab – als wäre man live dabei gewesen.

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3.Wie im Astronautencamp – Der akustische Doppler Effekt

Schon die Astronomie-Abteilung selbst lässt einen in eine ganz neue Welt eintauchen. Funkelnde Sterne in einem abgedunkelten Raum laden uns zu einer Entdeckungsreise ein. Zwischen allen möglichen optischen Versuchen, die in der Astronomie verwendet werden, gibt es ein Experiment zum akustischen Doppler Effekt. Der Doppler Effekt ist ein physikalisches Phänomen, welches die Frequenz eines akustischen Signals beschreibt, das sich auf eine sich nicht bewegende Person zubewegt und sich dann wieder entfernt (wie z.B. die Sirene eines Krankenwagens). Entschuldigt, dass ich das Prinzip nicht so gut beschreiben kann. Ich empfehle euch trotzdem wärmstens das folgende Knöpfchen. An einer sich um die eigene Achse drehenden Stange ist an jedem Ende je ein Lautsprecher befestigt. Durch das Drücken des Knöpfchens wird der Impuls zum Start erteilt: die Stange beginnt zu rotieren, der Lautsprecher gibt einen Ton von sich. Durch das immer schnellere drehen verändert sich die Frequenz des Tons. Beim näherkommen wird das pfeifen schriller, beim zurück bewegen senkt sich der Ton ab. Durch die immer schneller werdende Rotation des Lautsprechers wird der Ton schließlich zu einem einzigen hohen Pfeifen. Nach ein paar Sekunden stellt sich der Motor ab und die kreiselnde Stange kommt langsam wieder zum Stillstand. Die Lautsprecher verstummen. Oskars Finger ist schon gezückt: Bereit für die Runde.

4. Ein ferngesteuertes Auto ohne Konsole?

In meiner Familie wird mein technisches Know-how häufig belächelt. Nennen wir das Kind beim Namen: es ist schlichtweg nicht vorhanden. Stecker und Steckdose – das bekomme ich hin, alles was darüber hinaus geht, entzieht sich meinem Verständnis. Umso schöner, dass ich in der Informatik-Abteilung (Ja, da habe ich mich rein getraut) ein ferngesteuertes Auto gefunden habe, welches sogar ich bedienen konnte. Durch einen Sensor wird die Bewegung der Hand gescannt und in einen Bewegungsimpuls für das Auto übersetzt. Durch Winken, Vor- und Zurückbewegen des Arms, sowie das Ballen und Ausstrecken der Hand fährt das Auto vorwärts, rückwärts, seitlich und im Kreis. Oskar sah gebannt dabei zu, als ich das Autofahren neu gelernt habe.

5. Tutu was my first love

Kein Besuch ohne diesen Knopf! Im ersten Stock des Kinderreichs ist der wichtigste Knopf von allen. Keep it smart and simple. Solange der Finger das Knöpfchen drückt, fährt der Zug fröhlich Runde um Runde, sobald man den Knopf nicht mehr betätigt, steht die Eisenbahn still. Alle Kinder lieben diese Eisenbahn, stehen sogar Schlange, um auch ein paar Minuten fahren zu dürfen und auch bei unseren Besuchen ist dieses Knöpfchen ein absolutes muss, denn ‚Tutu‘ geht immer 🙂

Und wie geht’s jetzt weiter?

Gott sei Dank haben Oskar und ich trotz Jahreskarte noch nicht alle Ecken und Enden des Deutschen Museums erforscht. Gut möglich, dass wir die besten Knöpfchen noch gar nicht entdeckt haben? Ich bin gespannt und berichte, was wir in Zukunft so alles entdecken werden…

2 Kommentare

  • Tanja Praske

    Liebe Lena,

    vielen herzlichen Dank für diese fünf Knöpfe – finde ich total klasse, dass du über die Museumsbesuche mit Oskar erzählst!!! Und ja, Kiddys gehen unbedarft und sehr neugierig auf Museen ein. Ich erlebte das mit meinen Kids. Nun, Junior (16), locken Museen nicht mehr. Mini (9) schon mehr, wenngleich ich es jetzt immer mit einem Kreativbesuch verbinden muss, d.h. sie will etwas gestalten und das dann mit nach Hause nehmen.

    Ich bin per Zufall auf deinen Tweet zum Artikel gestolpert und freue mich darüber, dass wir mehr werden, die über Kids und Museen schreiben! Weiter so!

    Herzlich,
    Tanja von KULTUR – MUSEUM – TALK

    • apollolena

      Liebe Tanja,

      Danke für dein liebes Feedback.
      Hoffentlich bleibt die Museumslust bei Oskar noch lange aufrecht.
      Aber ich denke, dank der tollen museumspädagogischen Angebote in den
      verschiedenen Museen, ist gerade für ein bisschen größere Kinder viel zu Erleben.

      Mir geht es wie dir – ich freue mich sehr, wenn ich über ‚Kinder im Museum‘ lese kann
      und verfolge deinen Blog bereits schon etwas länger 😉

      Ganz liebe Grüße,
      Lena

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