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Momlife

Unser Kind hat Infekt-Asthma

Ein Mops, ein Murmeltier, ein Happy Wheezer…

Es gehört mittlerweile zu einem der ersten Dinge, die ich anderen Müttern über mein Kind erzähle: Mein Sohn klingt immer so – er hat Infekt-Asthma! Denn es passiert immer wieder, dass das rasselnde atmen andere irritiert. Es ist mal besser mal schlimmer, aber es ist so auffällig, dass Oskar mittlerweile ein paar liebevolle Spitznamen bekommen hat. Mit 3 Monaten bekam Oskar seine erste Bronchitis. Unsere Kinderärztin lieh uns ein Inhalationsgerät und verschrieb 3x täglich mit Kochsalz und Salbutamol zu inhalieren. Er hatte ziemlich Angst vor dem Gerät, weshalb wir meist warteten, bis er eingeschlafen war, oder inhalierten mit ihn im Tragetuch. Als nach 14 Tagen noch keine Besserung einsetze musste er zusätzlich Antibiotika einnehmen. Wir waren außerdem isoliert, da wir niemanden sonst anstecken wollten. Diese erste Bronchitis hielt ganze 5 Wochen an. Ich war über die Maßen froh, dass ich den Inhalator endlich wieder los geworden war. doch nur einen Monat später kam der nächste Infekt und das inhalieren begann von vorne. Im ersten Lebensjahr war Oskar gefühlt immer krank – zwischen zwei Infekten, die sich jedes mal wieder auf die Lunge schlugen, lagen immer nur ein paar Wochen. Mit 9 Monaten und 5 Bronchitis später, wurden wir an einen Lungenfacharzt überwiesen. Sämtliche Allergietests, die in der Kinderklinik Schwabing durchgeführt wurden, waren negativ. Auch die Sättigung war optimal- auch wenn mein Kind so klang, als ob er nur schwer Luft bekäme. Der Arzt erklärte mir, dass Oskar wohl eine kleine Verengung am Kehlkopf hätte, die es einem Infekt leicht machte, sich in der Lunge einzunisten. Er attestierte uns einen „Happy Weezer“ und versprach, dass sich diese Anfälligkeit und das geräuschvolle atmen nach dem ersten Geburtstag verwachsen würden.

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​Leider trat dies nicht ein, sodass wir erneut einem Pneumologen aufsuchen mussten. Diesmal machten wir einen Termin in der Christiane-Herzog-Ambulanz in der Haunerschen Kinderklinik München aus. Hier wurde beispielsweise noch ein  Mukoviszidose-Test durchgeführt. Auch dieser war Gott sei Dank negativ. Die Ärztin attestierte Oskar ein sogenanntes ‚Infektasthma‘ , das eben diese Lungeninfekt-Anfälligkeit beschreibt. Um jedoch ein chronisches Asthma, welches sich daraus entwickeln könnte, zu vermeiden, empfahl sie die tägliche Inhalation mit Kortison. Ich musste schwer schlucken bei dieser Aussage. Kortison? Und das täglich? Dieses Medikament hat nun wirklich nicht den besten Ruf. Doch dann wurde mir erklärt, dass durch das inhalieren das gering dosierte  Kortison tatsächlich nur dort ankommt, wo es hin soll und deshalb fast keine Nebenwirkungen für den Organismus entstehen. Außerdem wäre die Chance auf ein ‚echtes Asthma‘  in Oskars späteren Leben durch vermehrte Infekte erhöht – das Kortison gibt der Lunge die Chance sich zu stabilisieren, sodass sich diese Anfälligkeit ohne die Menge an Infekten verwächst. Wir bekamen einen Inhalator von der Krankenkasse bezahlt und fingen an fortan täglich abends zu inhalieren. Im 10 wöchigen Abstand besuchen wir nun die Lungenärzte in der Kinderklinik zu Kontrolle. Das tägliche Inhalieren hat schnell eine bemerkenswerte Besserung beschert: Oskar hatte seitdem ‚erst‘ zwei Infekte, die jeweils schneller abgeklungen sind, als vor der Medikamenteneinnahme. Auch das rasseln und pfeifen beim atmen ist, wenn er nicht gerade schnupfen hat, verschwunden. Eine Veränderung, die auch gleich die PEKiP Muttis bemerkten. „Ich hör‘ ja gar nix!“! Ja genau- und hoffentlich bleibt es dabei. Wir hoffen, dass wir die kalten Monate schnell und gesund hinter uns bringen, um dann im Frühjahr ohne Inhalator durchzustarten. Drückt uns die Daumen 🙂

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