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Nachhaltigkeit

Warum ich mich entscheide, lokal einkaufen zu gehen

Dieser Beitrag ist im Rahmen einer Kooperation mit Findeling.de zum #shoplocalday entstanden.

‚Oh wow! Das muss ich haben!‘ – Handy raus – Onlinehop auf – Klick klick – Morgen per Expresslieferung Zuhause.

So oder so ähnlich passiert das hundertfach am Tag in deiner Stadt, auf der Couch, während der Arbeit. Onlineshopping ist einfach, praktisch und einfach praktisch. Schließlich bekomme ich innerhalb kürzester Zeit genau das ,was ich möchte und dafür muss ich nicht einmal mit einem Verkäufer gesprochen haben. Nein – nicht einmal einen Laden muss ich betreten, geschweige denn eine Umkleidekabine aufsuchen. Und wenn es nicht gefällt schicke ich es zurück.

Die Wahrheit ist: wir bekommen viel mehr, als wir uns wünschen. Wir bekommen mit jeder Lieferung Verpackung mitgeliefert. Müll! Jährlich verursacht ein durchschnittlicher deutscher Bundesbürger 200kg Plastik- und Verpackungsmüll. „Es ist ja nur eine Bestellung…“ denken sich 82 Millionen Menschen in Deutschland. Ein einziger Styroporbecher braucht 50 Jahre, um sich aufzulösen. Eine PET-Flasche zerfällt erst innerhalb von 450 Jahren. Wir produzieren also nicht nur Müll, der in unserer Lebenszeit verrottet, manche Hinterlassenschaften ‚erfreuen‘ auch noch unsere Ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-urenkel. Dieser Gedanke hat mich bewogen darüber nachzudenken, wie es möglich ist (Plastik-)Verpackungen zu vermeiden. Ein Weg ist es, offline shoppen zu gehen. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, als Findeling.de gefragt haben, ob ich am #shoplocalday am 15. September 2018 teilnehmen möchte.

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Schon vorab habe ich auf der Homepage von Findeling.de die teilnehmenden Münchner Läden rausgesucht und mir mentale Kreuze gesetzt, bei welchen ich vorbei gehen möchte. Da ich eigentlich kein ‚Drauf-Los-Shopper‘ bin, wollte ich nicht nur bummeln, sondern den Tag auch für Anschaffungen nutzen, die ich tatsächlich benötige. Ich startete bei Pearl.fashion im Glockenbachviertel und durfte gleich zur Begrüßung ein Los ziehen. Viele kleine Überaschungstüten hatten die Ladenbesitzer hergerichtet, aber ich gewann einen 10% Gutschein und stöberte daraufhin bei der fairen Kleidung. Und siehe da: eine unfassbar bequeme, gelbe Chinohose, bei der die Laune gleich steigt, war mein Lieblingsteil auf den ersten Blick.

20180915 111106 225x300 - Warum ich mich entscheide, lokal einkaufen zu gehenAn einem meiner Lieblingsläden im München konnte ich natürlich nicht vorbei gehen: dem Zuckerschnürl. Hier findet man (wie es der Name schon verrät) zuckersüße Wohnideen – nicht nur fürs Kinderzimmer. Aber gerade wegen der ausgefallenen Kindersachen liebe ich den Laden. Hier findet man wirklich alles von hübschem Essgeschirr bis hin zu Räuberhöhlen. Ein Einrichtungs- und Dekoträumchen. Hier entdeckte ich eine Kindheitserinnerung: das Buch „Ein Tiger kommt zum Tee“ – das musste ich unbedingt für meinen kleinen Bücherwurm mitnehmen. Das Kinderbuch wird allerdings noch auf seinen großen Auftritt warten müssen, da ich es vermutlich im Adventskalender für Oskar verwenden möchte. Zum Abschied gab es hier einen leckeren Kaffee. Genau richtig für die Shopping-Halbzeit.

20180914 180316 225x300 - Warum ich mich entscheide, lokal einkaufen zu gehenIm nächsten Laden wollte ich ein Geschenk für eine Freundin kaufen. Ich hatte bereits gehört, dass es im Mein Platz viel verschiedenes zu entdecken gibt. Das Sortiment reicht von Gin über Seife bis zur Babykleidung. Vieles davon handgemacht. Das Konzept des Laden ist es, dass interessierte Verkäufer sich ‚ihren Platz‘ im Laden mieten können und ihre Ware dort für sie verkauft wird. „Wie ein begehbarer DaWandaShop“ meinte eine andere Besucherin. Damit hatte sie recht. Aber das beste daran ist natürlich: Man kann die Dinge gleich mitnehmen und muss nicht noch ein paar Tage auf das Paket warten.

 

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Mein Highlight war allerdings der OHNE Laden. Hier war ich zwar schon öfter, allerdings habe ich den Laden noch nie so voll erlebt, wie am #shoplocalday. Hier kann man Lebensmittel des täglichen Bedarfs in individuellen Größen kaufen. Die Verpackung nimmt man sich selbst mit und wiegt dessen Eigengewicht vor dem Befüllen ab. Für mich gab es Mohn-Grissinis, getrocknete Mango, Mandeln zum backen, Schokomüsli und ein festes Haarshampoo.

Erst in diesem Laden ist mir aufgefallen, wie selbstverständlich viele Lebensmittel und Haushaltsutensilien aus Plastik sind oder in eine extra Plastikhülle verpackt sind…

Auch wenn man es nicht immer schafft verpackungsfrei oder offline einkaufen zu gehen – es schadet nicht hin und wieder zu überlegen, ob es für das eigene Konsumverhalten eine gute Alternative gibt. Mir hat das lokal shoppen wesentlich mehr Spaß gemacht. Ich habe neue Dinge entdeckt, konnte alles zuvor anschauen und beurteilen, ob es eine sinnvolle Kaufentscheidung ist. Ich hatte keine Versandkosten, keinen Verpackungsmüll und keine Rücksendeetiketten, die ich ausdrucken musste. Und wisst ihr was? Ich plane mit Anke von Wastless Hero eine Offline-Shopping-Challenge zu Weihnachten. Wer ist dabei?

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